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Aktuelles

Januar 2017

Die Iscador AG Deutschland (Nachfolge der Weleda AG für die Vertreibung des Präparates Iscador) teilt im Januar 2017 mit, dass die Firma Mundipharma GmbH im Januar drei Mistelpräparate anbieten wird, die auf anthroposophischer Grundlage beruhen.
Die Zulassung für diese Medikamente nimmt Bezug auf das Mistelpräparat Iscador, die Iscador AG verantwortet wie bisher die Herstellung und die Ampullierung der betreffenden Präparate.
Das bedeutet, dass die Präparate Iscador M, P, Qu jetzt mit dem Mundipharma-Präparat Bremistal M, P, Qu identisch sind.
Iscador M 5mg spezial, Iscador Qu 5mg spezial und Iscador UcHg werden von Mundipharma nicht angeboten.

Wir haben die neuen Präparate in unser Testsystem aufgenommen und werden die Erfahrungen mit diesen Präparaten abwarten.
Es ist zu erwarten, dass die gleiche Stimulationsrate wie bei den Iscadorpräparaten erreicht wird.

 

November 2014

Sehr verehrte, liebe Kolleginnen und Kollegen!
Sehr verehrte, liebe einsendende Therapeutinnen und Therapeuten!

Ich möchte aus gegebenem Anlass darauf hinweisen, dass die Misteltherapie keine Notfalltherapie ist. Ich verstehe gut, nach 30 Jahren Krebstherapie, dass die Patienten möglichst schnell etwas für sich tun wollen und begierig sind, das Ergebnis zum Beispiel des Misteldifferenzierungstestes zu erfahren. Wir haben uns auch immer bemüht, zeitnahe (bei Erfolg der Bezahlung) die Ergebnisse zu übermitteln.

Mein eigener Lebensweg sieht jedoch jetzt deutlich mehr persönliche Freiheit für mich selber vor. Dies wünsche ich auch Ihnen allen, wenn Sie in mein Lebensalter kommen!
Es kann deshalb in Zukunft etwas länger dauern, bis die Werte übermittelt sind.
Es hat sich bewährt, in dieser eventuellen Wartezeit dem Patienten Eleukokk Drg. oder Padma 28 zu verordnen. Beides sind immunstimulierende oral einzunehmende Medikamente.
Weiterhin macht es Sinn, Helleborus der Firma Wala oder Firma Helixor für eine Serie zu verordnen, um die Wartezeit bis zum Beginn der Misteltherapie zu überbrücken.
Bei Helleborus handelt es sich um ein immunstimulatorisches Medikament, das gut verträglich ist und auch zum Beispiel im Onkoimmuntest eingesetzt wird. Helleborus wird ebenfalls 3 x wöchentlich s.c. verabreicht, wie die Misteltherapie auch.

Jederzeit sind unsere entsprechenden Urlaubszeiten auf unserer Homepage (www.misteltherapie-stuttgart.de) abrufbar.Für weitere Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung!
Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit und würden uns freuen, wenn diese auch in Zukunft erhalten bleiben würde!

Mit freundlichen Grüßen.
Dr. R. Wagner und Onkobrain-Team.





Derzeit wird die additive Misteltherapie zur Chemotherapie des früheren Brustkrebses diskutiert. Bislang gab es jedoch keine klinischen Daten, auf die sich gestützt werden konnte.

Am 30.10.12 wurden die Ergebnisse der 5-Jahres Nachbeobachtung der Patientinnen der unten genannten ursprünglichen Studie in „Breast Cancer: Basic und Clinical Research“ veröffentlicht. Die Nachbeobachtung ergab, dass es bezüglich der Rezidiv- und Metastasenhäufigkeit keinen Unterschied zwischen den Gruppen gibt.
Die Veröffentlichung ist frei erhältlich und kann von hier herunter geladen werden:

http://www.la-press.com/five-year-follow-up-of-patients-with-early-stage-breast-cancer-after-a-article-a3395

oder http://dx.doi.org/10.4137/BCBCR.S10558

Die Ergebnisse der ursprünglichen randomisierten Studie zur zusätzlichen Misteltherapie zur Chemotherapie in „Breast Cancer: Basic und Clinical Research“ wurden vor drei Jahren veröffentlicht. Die Studie ergab, dass die Patientinnen eine bessere Lebensqualität und weniger Neutropenie während der Chemotherapie haben, die zusätzlich Mistelextrakt erhalten. Die Veröffentlichung ist frei erhältlich und kann von hier herunter geladen werden:

http://www.la-press.com/quality-of-life-and-neutropenia-in-patients-with-early-stage-breast-ca-article-a1532

Wenn man die beiden oben genannten Studien ausführlich liest, könnte man zunächst zum Schluss kommen, dass eine Misteltherapie beim Brustkrebs gar nichts bringen wird.
Man muss aber beachten, dass hier alle Patientinnen mit dem gleichen Mistelpräparat therapiert wurden, dieses wurde auch nur 2 x wöchentlich gespritzt und nicht 3 x wöchentlich wir normal üblich. Außerdem wurde nie kontrolliert, ob die Patientin immunologisch reagiert, die Pausen wurden willkürlich gewählt, nicht nach einem Therapieschema.

Wir gehen davon aus, dass in den oben genannten Studien ca. 90% der Patientinnen mit dem falschen Mistelpräparat behandelt wurden. Dies zeigt wie wichtig ein Misteldifferenzierungstest ist, der das jeweils beste Mistelpräparat für den Patienten aufzeigt. Eine praxisinterne Beobachtung bei unseren Brustkrebspatientinnen zeigt, dass mindestens 70% aller Patientinnen von einer Misteltherapie profitieren bezüglich der Lebensqualität, des verminderten Brechreizes unter Chemotherapie und der psychoimmunologischen Stimulation.

Weiterhin würde ich damit rechnen, dass mindestens 50% der Patienten hinsichtlich einer Verlängerung der Überlebenszeit bei bestehenden Metastasen oder durch das nicht auftreten von Metastasen profitieren.

Ohne Misteldifferenzierungstest und weitere nachfolgende Immununtersuchungen, ist dies aber nicht zu erreichen.